Wahlprüfsteine DMY

Die Position der Parteien

Von Bündnis 90/Die Grünen wollten wir wissen, wie sie sich zur Förderung der Berliner Kreativwirtschaft im Segment Design positionieren. Hier die Fragen und Antworten:

1. Welchen Stellenwert räumen Sie der Berliner Kreativwirtschaft im Allgemeinen und dem Segment Design im Besonderen ein?

Kultur und Kreativität prägen das internationale Erscheinungsbild unserer Stadt und locken über 70 Prozent der Tourist*innen hierher. Sie sind aber vor allem identitätsstiftend für die Berliner*innen, egal ob hier geboren oder zugezogen. Nachdem er diese Tatsache jahrelang ignoriert hat, hat mittlerweile auch der rot-schwarze Senat diese Bedeutung erkannt und fängt an, sich über das Verwenden bunter Bilder für das Stadtmarketing hinaus mit der Szene der Kulturschaffenden auseinander zu setzen. Bisher allerdings ziemlich hilflos und nur sehr punktuell. Über 200.000 Erwerbstätige in den Kreativbranchen führen dazu, dass diese mittlerweile zumindest als nennenswerter Wirtschaftsfaktor der Stadt wahrgenommen werden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN halten es allerdings für einen großen Fehler, dass Kreative und Kulturschaffende auf ihre Rolle als Wirtschaftstreibende reduziert werden. Diese Reduktion verkennt komplett die gesellschaftliche Funktion von Kultur.

Besonders tragisch daran ist die Tatsache, dass es hier nur minimalster Mittel bedürfte, um Berlin auch in den nächsten Jahrzehnten seine Rolle als führende Kulturmetropole zu sichern. Das wird insbesondere im Bereich Design sichtbar. Gerade die DMY sehen wir als einen unersetzlichen Katalysator, als Impulsgeber, Netzwerkplattform und Bindeglied zwischen Designer*innen, Designwirtschaft, Nachwuchs und Berliner*innen sowie – nicht zu vernachlässigen – der Politik.

2. Welchen Stellenwert räumen Sie Veranstaltungen ein, die geeignet sind, die Berliner Kreativwirtschaft im Segment Design einem internationalen Publikum zu präsentieren?

Design bedeutet für uns nicht nur Schönheit, sondern die Auseinandersetzung mit und Gestaltung von unserer Gesellschaft. Grün geht es dabei besonders um den Beitrag des Designs für mehr Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Barrierefreiheit. Bei Produkten oder Prozessen setzen gerade Berliner Designer*innen hier neue Akzente, und der Ansatz der Macher der DMY, Multiplikator*innen, Journalist*innen und Produzent*innen aus der ganzen Welt nach Berlin zu holen und damit den Standort zu stärken, verdient eine angemessene und langfristige Unterstützung. Dafür werden wir uns einsetzen.

Der Erfolg der DMY, der extrem hohe Anteil internationaler Aussteller*innen und Besucher*innen, und die herausragende internationale Medienresonanz bestätigen diese Einschätzung.

3. Welche Aussagen treffen Ihre Wahlprogramme bzgl. einer Förderung der Berliner Kreativwirtschaft im Segment Design?

Unser Wahlprogramm beschäftigt sich ausführlich mit Vorschlägen zur Stärkung der Kreativwirtschaft, nicht aber mit speziellen Kategorien wie etwa Games, IT oder Design. Das ist schlicht der gewünschten Knappheit und Lesbarkeit des Programms geschuldet. Wir setzen uns dafür ein, dass Kultur und Kreativität die Räume und Freiräume bekommen, die sie unserer Meinung nach brauchen. Wir wollen ein Flächensicherungskonzept, das Kultur, Gewerbe und Wohnen einvernehmlich möglich macht, ein Revival der Berliner Mischung mit lebenswerten Rahmenbedingungen.

Wir setzen uns für angemessene Lebens- und Arbeitsbedingungen für Künstler*innen und Kreative durch Tarifabschlüsse, Honoraruntergrenzen auch in der öffentlichen Kulturförderung und für faire Verträge ein.

Mittel aus der City-Tax sollen nicht weiter vorrangig dem allgemeinen Haushalt zukommen, sondern anteilig und unmittelbar in die Kultur fließen.

Wir wollen Förderstrukturen – organisatorisch und finanziell – so ausrichten, dass sie den spezifischen Bedürfnissen der vielfältigen Gründungen und Tätigkeiten in der Kreativbranche gerecht werden. Förderprogramme der IBB wollen wir in Abstimmung mit den Kreativen und deren Vereinigungen daraufhin überprüfen.

Das „Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft“, das Berlin gemeinsam mit Brandenburg fördert, wollen wir (neu) beleben, nicht ohne zuvor zu klären, ob diese Zusammenbindung wirtschaftlicher und kultureller Tätigkeiten in der derzeitigen Form noch passend und zielführend ist. Warum der Senat nicht einmal die Aktivitäten zum Jubiläum der UNESCO City of Design unterstützt hat, ist für uns nicht nachvollziehbar.

ENTRANCE FEES 2016

Special Ticket

gültig Do. 2. Juni, ab 18 Uhr

Grand Opening 10,-€

Tagesticket

gültig Do. 2, Fr. 3, Sa. 4. oder So. 5. Juni

Regulär 12,-€
Ermäßigt ** 8,-€
(Studenten, Rentner und Arbeitslose)
Schülerticket** 5,-€
Familienticket 22,-€
(2 Erwachsene + 2 Kinder (bis 12 Jahre)
Klassen-Ticket* 100,-€
(bis 30 Schüler + 2 Lehrer)

Tickets sind online sowie am Eingang erhältlich.
*Anmeldung unter office@dmyberlin.com
**Nachweis bei Zugang erforderlich

ÖFFNUNGSZEITEN

Donnerstag 2. Juni 12 - 24 Uhr
ab 18 Uhr Grand Opening Night (DMY-Award & Party)

Freitag 3. Juni 10 - 20 Uhr
Samstag 4. Juni 10 - 20 Uhr
Sonntag 5. Juni 10 - 18 Uhr

VERANSTALTUNGSORT

Kraftwerk Mitte, Berlin
Köpenicker Straße 70, 10179 Berlin
U-Bhf Heinrich-Heine-Straße / S-/U-Bhf Jannowitzbrücke

DMY Location